Ausstattung
Öffnungszeiten
Merkmale
Barrierefreiheit
- Rollstuhlgerechter Eingang
- Rollstuhlgerechter Parkplatz
- Rollstuhlgerechtes WC
Standort
Bewertungen zu Bäderland Kaifubad
- Positiv4–5 ★66 %680
- Neutral3 ★10 %108
- Negativ1–2 ★24 %247
Wir haben unsere Tickets extra online gekauft, weil auf der Website klar damit geworben wird, dass man mit einem Online-Ticket schneller ins Freibad kommt. Vor Ort mussten wir uns trotzdem ganz normal anstellen. Am ersten Eingang wusste der Mitarbeiter an der Kasse nicht einmal, wie die Online-Tickets gehandhabt werden. Er musste erst einen Kollegen fragen. Am zweiten Eingang wurde es leider nicht besser: Die Mitarbeiterin an der Kasse war sehr unfreundlich. Als ich nachfragte, warum wir trotz Online-Tickets anstehen müssen, obwohl online etwas anderes beschrieben wird, bekam ich nur eine patzige Antwort. Auf meine Nachfrage sagte sie sogar: „Ich habe keinen Bock, mit dir zu diskutieren.“ Natürlich verstehe ich, dass bei den hohen Temperaturen alle gestresst sind. Trotzdem sollte man als Gast freundlich behandelt werden. Außerdem wäre es sinnvoll, mehr Personal an den Kassen einzusetzen und sicherzustellen, dass die Mitarbeiter über die Einlassregelungen informiert sind. So war der Besuch leider schon vor dem Betreten des Freibads sehr enttäuschend.
Wir haben uns für die Sauna und das Solebad entschieden und hatten einen schönen Tag im Kaifubad. Die Tickets hatten wir bereits online geholt und könnten problemlos einchecken. Als wir erwähnten, dass wir zum ersten Mal dort waren wies uns der Mitarbeiter darauf hin, dass wir Münzen für die Spinde bräuchten und erklärte freundlich wo wir alles finden können. Sole- und Saunabereich waren sauber und alles war gut zu finden. Im Ruhebereich der Sauna wären ein paar mehr Liegemöglichkeiten schön, hier gab es mehr Sitzmöbel, auf denen nur eher kleine Menschen auch liegen können. Am Aufgussplan stand dran, dass die Aufgüsse im Sommer nur bei schlechtem Wetter stattfinden, da das Personal bei gutem Wetter im Freibadbereich gebraucht wird.
Insgesamt hat mir der Besuch gefallen, allerdings gibt es einige Punkte, die ich kritisch sehe. Es gibt zu wenige Schließfächer, sodass man persönliche Gegenstände nicht immer sicher verstauen kann. Auch die Anzahl der Umkleiden erscheint zu gering. Zudem finde ich die Gestaltung der Umkleidebereiche ungünstig, da man beim Durchgehen direkten Einblick in die Umkleiden hat. Die Bereiche wirken insgesamt recht eng und wenig abgeschirmt. Außerdem ist die Orientierung teilweise schwierig, da die Beschilderung nicht immer ausreichend oder eindeutig ist. An einigen Stellen fehlt die Übersichtlichkeit. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Sicherheit: Es gibt lose Steine, die lediglich mit einem „X“ markiert sind. Hier besteht Stolper- oder Rutschgefahr, weshalb eine zeitnahe Reparatur sinnvoll wäre. Zudem kommt es teilweise zu längeren Wartezeiten. Ich habe Verständnis dafür, dass Mitarbeitende pünktlich Feierabend machen, dennoch könnte die Organisation in manchen Bereichen verbessert werden. Diese Punkte sollten aus meiner Sicht überprüft werden, um den Aufenthalt für Besucher angenehmer und sicherer zu gestalten.
Der Außenbereich dieses Schwimmbads ist wirklich schön. Große Pools mit geordnetem Schnell- und Entspanntschwimmerwechsel, Kinderbereich, Sprungtürmen und Liegewiesen bzw. -Bereichen. Innen fällt einem dann einiges auf, was man sich als Schwimmbadbesucher eigentlich anders wünscht. Zum Einen: Gerade in einigen Zonen des Innenbereichs möchte man nur ungern daran denken in was man treten würde, wenn man seine Badelatschen zuhause vergessen hätte. Zwar sind die Mitarbeiter wirklich bemüht die mit Straßenschuhen ein- und auswatschelnden Besucher darauf hinzuweisen, dass Sie doch gerne ihre Schuhe wechseln oder ausziehen würden, allerdings ist der Übergangsbereich leider etwas unglücklich gebaut, sodass es fast unmöglich ist jeden Straßenschuh zu stoppen. Das gleiche auch im Bereich Umkleide zum Pool-Bereich: Es gibt nicht wirklich eine klare Übergangszone, die das Betreten mit Straßenschuhen verhindert, wodurch es gerade an vollen Tagen unangenehm dreckig ist. Apropos Umkleide: Alles ist offen. Ja, es gibt 1, 2 Privatsphäre zulassende Umkleiden pro Sammelkabine, diese sind aber - logischerweise - dauerhaft besetzt. Gerade unangenehm für die Frauen: Die Umkleiden sind vollständig einsehbar. Männer gehen von ihrer Umkleide gleich neben der offenen Frauenumkleide - unter anderem mit unangenehmem Gestarre - in den Schwimmbereich. Trotz Beschilderung ist es nicht unbedingt schwierig, dass doch mal ein ungewünschter Gast in der geschlechtereigenen Sammelkabine landet. Der Innen-Schwimmbereich ist etwas klein. Gerade am Wochenende wird es hier schnell wirklich eng. Zwar habe ich diesen Teil noch nicht aktiv besucht, aber der Sauna-Bereich sieht wirklich gepflegt und schön aus. Bei dem Schwimmabteil ist alles etwas alt, benötigt mal eine kleine Renovierung.
Mangelhaftes Erste-Hilfe-Management und medizinisch fragwürdige Ratschläge. Neulich war ich mit meinem Freund im Freibad, als er auf der Steinkante neben dem Becken ausgerutscht und gestürzt ist. Er hat sich dabei eine etwa handflächengroße Schürfwunde am Ellenbogen zugeholt, die auch stark geblutet hat. Vom Umgang mit der Verletzung vor Ort waren wir beide ziemlich enttäuscht und schockiert. Als wir einen Bademeister angesprochen haben, meinte dieser, dass sie gar kein Desinfektionsmittel vor Ort hätten, weil das schon als Medizin gelten würde. Das kann sein. Seine Lösung allerdings: Mein Freund solle doch einfach ins chlorierte Beckenwasser gehen, um die Wunde zu reinigen. Auf unsere Verwunderung hin betonte er sogar langsam mit wegwerfender Handbewegung, dass dies der Standard-Ratschlag sei, den sie hier allen Gästen mit einer Verletzung oder Wunde geben. Ein absolut fahrlässiger Ratschlag bei einer offenen, blutenden Wunde, würde ich meinen. Chlorwasser ist weder steril noch ein Wunddesinfektionsmittel, sondern reizt offenes Gewebe stark und das Becken birgt durch Urin/Keime im Wasser keine kleine Infektionsgefahr. Nicht einmal elementare Erste-Hilfe-Mittel wie sterile Kochsalzlösung zum Ausspülen oder zumindest der Vorschlag, die Wunde unter der Dusche mit klarem Wasser zu reinigen, wurden angeboten. Erschreckend war zudem, dass sich niemand nach dem allgemeinen Befinden meines Freundes erkundigt hat. Es wurde mit keiner Silbe gefragt, wie es ihm geht oder ob er neben dem Ellenbogen auch hart auf Knie, Rücken oder andere Körperteile gestürzt ist. Später erkundigte sich zwar ein anderer Bademeister kurz, wie es geht – wofür es immerhin einen kleinen Pluspunkt gibt –, allerdings schien auch hier das Fachwissen zu fehlen: Er fragte, ob sich mein Freund an Metall verletzt habe, denn nur dann müsse man desinfizieren. Dass eine Steinkante im Freibad ebenfalls voller Keime und Schmutz ist und eine große Schürfwunde eine Behandlung erfordert, schien ihm nicht bewusst zu sein. Fazit: Hier wird sich offenbar aus haftungsrechtlichen Gründen komplett aus der Verantwortung gestohlen, während elementare Grundlagen der Ersten Hilfe (wie die Überprüfung des Gesamtzustands nach einem Sturz, das Ausspülen mit Kochsalzlösung oder klarem Wasser und ein Schutzpflaster) vollkommen auf der Strecke bleiben. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wenn das dort tatsächlich der gelebte Standard ist und den Verantwortlichen schlichtweg alles egal ist. Man fragt sich ernsthaft, wie hier mit Kindern, Jugendlichen oder älteren Menschen umgegangen wird, die sich in einer solchen Situation nicht selbst versorgen können.